Wohnbereichsleiter Rico Philipp und stellv. Pflegedienstleitung und Qualitätsbeauftragter Jan Schrock

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„Wer morgen in der Pflege bestehen will, muss heute den digitalen Weg einschlagen“

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Weniger Dokumentationsaufwand und mehr Zeit für den Bewohner – so meistert das Otto Jeschkeit Altenzentrum in Engelskirchen den Pflegealltag gemeinsam mit MediFox. Wie Digitalität neue Perspektiven für den Menschen, die Medizin und die Pflege schafft, erklären der stellvertretende Pflegedienstleiter und Qualitätsbeauftragte Jan Schrock und der Wohnbereichsleiter Rico Philipp – und an dieser Stelle sei eines vorweg gesagt: Pflege ist die Summe vieler Faktoren, sie ist immer eine Verbindung von Menschen und Technik. Mit zwei Wörtern: MediFox Connect. Das Online-Portal ermöglicht eine ortsunabhängige Kommunikation und eröffnet den Pflegekräften neue Möglichkeiten der Arbeitsentlastung.

Herr Schrock, mit MediFox sind Sie den Weg von der papierbasierten bis hin zur EDV-gestützten Dokumentation gegangen – wie war diese Reise für Sie?
„Bevor wir überhaupt an MediFox denken konnten, mussten wir uns strukturell verändern, denn 2011 hatten wir kein WLAN im Haus. Heute fällt es schwer sich das vorzustellen, aber das ist der erste Meilenstein unseres Digitalisierungsprozesses gewesen. Und dann haben wir Kontakt mit Jens Gode, Vertriebsmitarbeiter MediFox, aufgenommen und konnten das Projekt step by step starten: Ein halbes bis Dreivierteljahr haben wir erstmal nur mit dem Dienstplan gearbeitet. Nachdem wir diesen digitalen Schritt in unseren Alltag intergiert haben und die Akzeptanz aller gewonnen haben, sind wir uns sicher gewesen: Wir digitalisieren weiter – wir stärken uns für die Zukunft.“

„Wir digitalisieren weiter – wir stärken uns für die Zukunft.“ - Herr Schock, wie wichtig ist die Digitalisierung der Pflegeprozesse?
„Die Antwort ist ganz klar: Wer morgen in der Pflege bestehen will, muss heute den digitalen Weg einschlagen. Der demographische Wandel ist nicht nur eine Prognose unserer gesellschaftlichen Strukturen. Es ist eine Realität, der wir uns mit hochgekrempelten Ärmeln annehmen müssen. Die einfachste und zukunftsverträglichste Lösung liegt in der EDV. So können Prozesse mit wenig Aufwand digital und vor allem strukturiert festgehalten werden. Digital unterwegs zu sein, ist somit eine Frage der Verantwortung. Wir bieten Menschen ein Heim zum Leben, wir sind und müssen für sie verantwortlich sein.“

Dieses Verantwortungsbewusstsein haben Sie für sich und Ihre Einrichtung angenommen – Aber wie meistern Sie Ihre tägliche Arbeit mit MediFox stationär, Herr Philipp?
„MediFox nimmt uns die Arbeit ganz entspannt ab – und an dieser Stelle wird die Zielsetzung der Software deutlich: Pflege essentiell zu entlasten. Ein Blick auf die Flüssigkeitsbilanz macht es deutlich, denn die Software rechnet alles automatisch aus. Das heißt am Ende des Tages muss der Spätdienst nicht mehr alles zusammenrechnen und sich fragen, ok passt das jetzt überein? Und in der Übergabe kann zum Beispiel stehen, dass eine Infusion aufgrund der mangelnden Flüssigkeitszufuhr erfolgen soll. Die Pflegekraft weiß schon im Vorfeld, was der Bewohner benötigt, da der Verlauf eingesehen werden kann. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für das Thema Ernährung. Wie ist der Verlauf – stetig abnehmend oder zunehmend? MediFox ist einfach aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.“

 


Herr Schrock, seit einiger Zeit setzen Sie nun auch auf MediFox Connect – wie fällt Ihr Zwischenfazit nach der ersten „Testphase“ aus?
„Wir nutzen MediFox Connect mit unserer Hausärztin Frau Dr. Keller-Bartel, die um die 60 Bewohner medizinisch    betreut.   Zur Orientierung: Wir haben 124 Bewohner, also wird knapp die Hälfte von Frau Dr. Keller-Bartel ärztlich versorgt. Sie kommt jeden Freitag ins Haus und ist dem Thema Digitalisierung sehr aufgeschlossen. Das ist der Dreh- und Angelpunkt, denn nicht nur die Pflege muss wollen, sondern auch die Medizin.  Sie und ihr Team sind für diese digitale Verbindung direkt bereit gewesen. Wir schauen dort alle einmal am Tag rein – und das ist schon ein sehr hohes Level.

Um auf Ihre Frage einzugehen: Unser Zwischenfazit fällt sehr gut aus.  Unsere Fragen und Anliegen können wir schnell und schriftlich festhalten. Auch die wöchentliche Visite fällt für alle Betroffenen deutlich angenehmer aus. Hier gern ein Beispiel:  Die Pfleger vermerken in MediFox Connect, dass der Bewohner eine Wunde hat, sodass die Ärztin sich vor der Visite alles durchlesen und auf dem Bild anschauen kann – so kann das erforderliche Wundmaterial direkt mitgebracht werden. Dem Bewohner wird so viel schneller geholfen.“

Warum ist Connect einfacher als z. B. telefonieren, Herr Philipp?
„Ich kann nicht in der Warteschleife hängen und das Wichtigste: Bei Connect wird nichts vergessen, da die Pflegekräfte sich bewusst Zeit für den Eintrag nehmen und diesen ggf. sogar einmal mehr durchlesen.  So ist Connect in der Kommunikation einfach sicherer und Flüchtigkeitsfehler können vorgebeugt werden. Der Prozess geht folgendermaßen vonstatten: die Pflegekraft schreibt das Anliegen auf und dieses gelangt im O-Ton zur Ärztin. Wird stattdessen in der Praxis angerufen, sitzt die Ärztin nicht direkt neben der Arzthelferin. Demnach erfolgt das Prinzip der stillen Post: Am Telefon nimmt die Arzthelferin die Informationen auf und trägt diese an die Ärztin weiter. Für die Pflege heißt es dann, erstmal zu warten. Das zweite ist die Menge, die wir effektiv abarbeiten und jedes Mal ans Telefon zu greifen, ist einfach nicht realisierbar.“

Ist Connect ein Must have oder ein Nice-to have?  Herr Schrock, was würden Sie sagen?
„Wie bereits erwähnt, es ist die Zukunft. Ohne digitale Lösungen geht es einfach nicht mehr – daher sehen wir Connect definitiv als Must-have. Selbst die Leute, die kein Interesse am Computer haben, können der Effizienz nichts entgegenbringen. Es entlastet und ermöglicht den direkten Kontakt zum Arzt. Connect ist bei uns sehr schnell angekommen und angenommen worden.“

In diesem Sinne, vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns auf noch intensivere Verbindungen!


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