PflegeFaktisch mit Francesca

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Themenwoche zur Telematikinfrastruktur bei PflegeFaktisch

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Vergangene Woche konnten sich unsere Podcast-HörerInnen über ein besonderes Highlight freuen: die erste PflegeFaktisch-Themenwoche. Mit jedem Tag erwartete Euch eine neue, spannende Folge zu unserem Thema der Woche – die Telematikinfrastruktur (kurz: TI). Zu Gast war Martin Heisch, strategischer Produktmanager bei der gematik. Seit zweieinhalb Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Anbindung der Pflege an die TI und weiß genau, warum sich die Branche jetzt mit den Inhalten auseinandersetzten sollte.

gematik - Nationale Agentur für Digitale Medizin

Die gematik hat als Nationale Agentur für Digitale Medizin den gesetzlichen Auftrag, die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit dem Aufbau, Betrieb und der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur voranzubringen. Als Koordinator und Kompetenzzentrum nimmt diese eine zentrale Rolle - insbesondere bei der Konzeption der TI - ein. Dies ist gerade in einer von Komplexität gezeichneten Branche wie dem Gesundheitswesen kein einfaches Unterfangen, denn diverse Rollen- und Nutzerprofile müssen in eine allumfassend funktionierende Infrastruktur manifestiert werden. Nachdem die gematik erarbeitete Konzepte und Spezifikationen veröffentlicht, können diese von der Industrie - z.B. von Softwaredienstleistern wie MediFox - entwickelt, installiert und betrieben werden. Neben der Erarbeitung von Konzepten und Spezifikationen, liegen auch die Zulassungen der Komponenten und Dienste sowie die Ursachenforschung bei auftretenden Problemen im Aufgabenbereich der gematik.

Der "geschlossene Vertrauensraum" fürs Gesundheitswesen

Für Martin Heisch ist die TI eine Art "geschlossener Vertrauensraum", denn egal ob Kostenträger Leistungserbringer, Organisationen oder Versicherte, nicht jeder darf beliebig an der Telematikinfrastruktur teilnehmen. Es gibt klare, gesetzlich geregelte Vorgaben, welche Akteure sich in welcher Rolle an der TI beteiligen. Seit dem Start der Telematikinfrastruktur im Jahr 2017 wird das Netzwerk stetig ausgebaut. Arztpraxen, ZahnärztInnen sowie PsychotherapeutInnen können bereits an der TI teilhaben. Auch die Anbindung der Pflegeeinrichtungen steht bereits in den Startlöchern.

Von KIM bis eRezept – die Fachanwendungen der TI

Durch die Telematikinfrastruktur sollen sich unter anderem die Versorgungsqualität, die Effizienz bestehender Arbeitsprozesse, aber auch der Informationsaustausch im Gesundheitswesen signifikant verbessern. Dazu werden neue Geräte, aber auch neue Fachanwendungen benötigt. Die erste Fachanwendung, die im Rahmen der TI entwickelt wurde, ist das Versichertenstammdaten-Management. Dieses ermöglicht die Onlineprüfung und Onlineaktualisierung von Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, die jedem Versicherten ausgehändigt wird. Über die Zeit wurden weitere Dienste entwickelt, die auf Basis der TI dazu beitragen sollen, den Alltag im Gesundheitswesen zu digitalisieren, z.B. der sognannte KIM-Dienst oder der elektronische Medikationsplan.

Ihr möchtet mehr über die TI-Fachanwendungen erfahren und wie diese zukünftig in der Praxis eingesetzt werden können? Dann hört gerne in die aktuellen Podcast-Folgen rein oder informiert Euch auf unserer Webseite.

 

In diesem Sinne - Einfach Podcast hören! Ich freu mich auf Euch.

Eure Francesca


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