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'Die Mannschaft bekommt jetzt zwei Tage frei...' mit Frank Großer

Was für ein Spieltag in der Bundesliga. Ein wahrer "Cliffhanger" von Dienstag bis Sonntag. Der erste Trainerwechsel der Saison, Neuzugänge, Tauschgeschäfte, gute Sprüche und 32 Tore. Hannover steht unerwartet weit oben, in Braunschweig ist die Euphorie verflogen. Mal sehen, was unser Frank Großer dazu sagt.

 

Dennis: Frank, ich fange mit dem sicherlich für Dich ärgerlichen Thema an. Wie ist die Gemütslage nach dem Spiel in Hamburg? Wie geht es an der Hamburger Straße (dort liegt das Stadion von Eintracht Braunschweig; Anm. d. Red.) weiter? Wie geht es im Volkspark (dort liegt das Stadion des Hamburger SV; Anm. d. Red.) weiter?

 

Frank: Ich möchte nicht über das letzte Wochenende sprechen! Nein, Spaß beiseite. Die Gemütslage hat sich nicht wirklich gebessert. Wie gegen Frankfurt haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht und haben nahezu keine Torchance gehabt. Momentan haben wir natürlich dann auch noch Pech, dass dazu kommt. Frei nach Andy Brehme „haste Sch***e am Fuß, haste Sch***e am Fuß“. Beim ersten Tor wird der Ball vorher noch abgefälscht und erreicht van der Vaart nur aufgrund dieser Richtungsänderung. Beim zweiten Tor steht Dogan falsch zum Gegenspieler.

 

Wenn man nach 20 Minuten schon 2-0 zurückliegt, wird es natürlich dann doppelt schwer, noch mit Punkten nach Hause zu fahren. Die Jungs müssen sich jetzt gegen Nürnberg zusammenreißen. Ich hoffe bei uns bleiben Sie alle ruhig und konzentriert. Zusätzliche Baustellen können wir jetzt nicht gebrauchen.

 

Ich denke, dass der HSV mit dem Sieg sich nun Stück für Stück aus der Krise schießt. Für die ganz großen Sprünge (Champions League oder Euro League) wird es definitiv nicht reichen, aber Hamburg wird unten rauskommen.

 

Dennis: Ich wette mit Dir, dass die Eintracht gegen Nürnberg die ersten Punkte holt. Da bin ich felsenfest von überzeugt! Bei mir zuhause, in Hannover, scheint den Spielern und Verantwortlichen nach dem besten Saisonstart seit 1964 die Sonne aus dem... Allerwertesten. Ich freue mich natürlich auch über den Heimsieg und den gelungenen Start. Na, klar könnte bei einem Blick auf die Tabelle aus meiner Sicht schon Schluss sein. Aber im Ernst: es sollte in Hannover keiner abheben und von der Champions League träumen. Wir haben an den vier Spieltagen drei Heimspiele absolviert. Und bei der Auswärtsbilanz der Roten (zwei Siege in den vergangenen 14 Auswärtsspielen) können die Punkte am Ende noch sehr wichtig werden.

 

Doch zurück zum Samstag. Manchmal reichen eben auch 96% um ein Fußballspiel zu gewinnen. Und Du wirst es kaum glauben, Frank! Weder Heinz noch Nicolai Müller noch Thomas Tuchel haben Ihre Müllermilch bei mir abgeholt...

Frank: Unglaublich. Doch ich hab gehört, es gab noch eine Besonderheit in Eurem Spiel...

Dennis: Ja, wir hatten einen Flitzer. Tutti completti nackig hat der Herr zwei Ordner verladen und sich von den Fans feiern lassen. Doch ich kann Dich und alle anderen Kollegen beruhigen. Es war nicht Lucas Brockhoff. Der saß die kompletten 90 Minuten neben mir;-)

Frank: Unglaublich:-) Na dann bin ich ja beruhigt, dass du auf unsere Kollegen aufgepasst hast. Nach dem Interview von unserem Trainer hätte man auch denken können, dass er in Hamburg am liebsten quer über den Platz gelaufen wäre. Immerhin hat er gestern im zweiten NDR-Interview alles noch einmal glattgezogen.

Dennis: Wobei ich nach dem Interview mit Thorsten Lieberknecht sofort an Craig Bellamy denken musste. Der Waliser ist ohnehin etwas... nennen wir es... impulsiv, aber sein Satz: "Ich spiele nicht für Sch... clubs!" ist mir im Gedächtnis geblieben. Dazu habe ich auch noch ein kleines Video (siehe unten) entdeckt. Aber gut Craig Bellamy wechselt dann wohl nicht nach Braunschweig.

 

Frank: Apropos Video. Da habe ich doch was interessantes zum Thema Klopp und Boateng gefunden. Für die Comedy Pressekonferenzen sollte der BVB Eintritt nehmen.

 

Dennis: Jürgen Klopp hat Humor. Keine Frage. Ich hatte zwar am Sonntag erst das Gefühl, dass der BVB gar kein Interesse an der Tabellenführung hat und nicht an den Bayern vorbeiziehen möchte, aber letztlich hat es dann doch noch geklappt. Der VfB Stuttgart hat mich überrascht. Oder finden die SAP-Sinsheimer einfach zu alter Stärke Schwäche zurück?

Frank: Mein Spieler der Woche ist diesmal der Stuttgarter Ibisevic (3 Tore). Das Ergebnis hätte ich so nicht erwartet. Nach der Trainerentlassung habe ich mir aber schon vorgestellt, dass Stuttgart dieses Spiel gewinnen wird. Welchen Spieler wählst du für diese Woche?

Dennis: Meine Spieler der Woche sind: Alexandru Maxim. Zwei Tore, zwei Vorlagen. Der hat das Spiel fast im Alleingang entschieden. Und für alle regelmäßigen Leser sicher überraschend: Leon Andreasen. Ja, ich gebe es zu: Leon ist mein Lieblingsspieler. Er hat am Samstag aber auch wieder eine tolle Leistung gebracht und war fast an jedem Angriff beteiligt. Das er mit seiner körperbetonten und intelligenten Spielweise auf der Sechser-Position eine Bank ist, ist ohnehin klar, oder?

Frank: So ein Spieler tut jeder Mannschaft gut, keine Frage. Nächste Woche ist bekanntlich  erst einmal Länderspielpause. Das heißt, dass unsere Leser auch mal eine Pause von uns kriegen.

Dennis: Ja, dann muss an dieser Stelle zum Abschluss noch das Horst-Heldt-Zitat herhalten: "Die Mannschaft bekommt jetzt zwei Tage frei und hängt sich an Dennis Aogo dran - und guckt wohin es geht...."


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